Umbau im Laufenden Betrieb

Kö Galerie, Düsseldorf

Die Kö-Galerie ist wohl eine der bekanntesten und exklusiven Shoppingmeilen. Im Jahr 1986 wurde die von Architekt Walter Brune geplante Kö-Galerie als erste Shopping-Mall in einer deutschen Innenstadt überhaupt eröffnet.

Die schon etwas in die Jahre gekommene Galerie in Düsseldorf sollte vom Staub befreit und technisch wie optisch auf den neuesten Stand gebracht werden.

Hauptforum mit den neu eingebauten Rolltreppen

Kö-Galerie Rolltreppe

Hauptforum

Kö-Galerie Rolltreppe

Freigelegte Stahlbeton-stützen, Decken

öffnungen

Kö-Galerie Rolltreppe
Kö-Galerie Düsseldorf

 

Kö-Galerie Düsseldorf

Herausforderung

Die einzigartige Architektur der Kö-Galerie sollte erhalten bleiben, jedoch technisch und optisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Anforderung war auch, die Läden großzügiger, offener, heller und moderner zu gestalten. Und das, ohne den laufenden Centerbetrieb zu stören und somit den anspruchsvollen Kunden nach wie vor ein möglichst angenehmes Ambiente zu bieten. Ganz ohne sichtbaren Bauschutt oder lästigem Lärmaufkommen. Neben der kompletten Restrukturierung aller Shops und öffentlichen Bereiche sollten auch die Büroflächen völlig neu strukturiert und modernisiert werden.

Lösung

Eine komplette Entkernung und Neustrukturierung von Mietflächen, Neugestaltung der Mall und der öffentlichen Bereiche sowie Durchführung einer Brandschutzsanierung bei laufendem Betrieb. Schritt für Schritt wurden mit Feingefühl die einzelnen Bauabschnitte angegangen, um möglichst ungestörte Centerabläufe zu garantieren. Zuerst wurden 24.000 qm Verkaufsflächen umfangreich revitalisiert, später begannen die Arbeiten in den Seitenmalls und die Sanierung der 50.000 qm Büroflächen.

Dafür war eine intensive Vorplanung der Leistungen und Bauabläufe nötig sowie eine optimale Vernetzung der Gewerke mit einem Höchstmaß an Flexibilität und professionellem Baustellenmanagement. Nur ein Beispiel: Um den Betrieb nicht zu stören, wurde der anfallende Bauschutt unbemerkt über die Tiefgarage abtransportiert. Neben der Ausführungsplanung wurde von der Hetzel + Sponheuer GmbH & Co. KG ebenfalls die Koordination der Technikgewerke und die Betreuung übernommen. Aufgrund der innerstädtischen Lage waren die Bereiche für Baustelleneinrichtung, Materiallagerflächen etc. nur sehr begrenzt vorhanden. Es war unsere Aufgabe ein entsprechendes Logistikkonzept erstellen, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren.

Der Bestand erfuhr eine brandschutztechnische Ertüchtigung, um den heutigen Anforderungsprofilen gerecht zu werden und alle gesetzlichen Auflagen zu erfüllen. Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz, vor allem im Hauptforum, in dem Aufzüge ausgebaut und Rolltreppen eingebaut werden mussten, stellten hohe statische Ansprüche. Die architektonische Gestaltung im Hauptforum wurde zudem komplett überarbeitet. So wurde die ursprünglich achteckige Form in ein großzügiges, kreisförmiges Forum verwandelt.

Der gesamte Aus- und Umbau wurde mit aktuellen Trockenbautechniken und vorgefertigten Formteilen durchgeführt und nach den gestalterischen Vorstellungen der Architekturabteilung des Auftraggebers bearbeitet. Passend hierzu wurden Mallbereiche mit hochwertigen Natursteinbelägen versehen, moderne Shop- und Glasfassaden eingebaut sowie die Retailflächen nach zeitgemäßen Gesichtspunkten umgestaltet.

Die neuen Flächen gehen auf den Wunsch nach größeren Ladeneinheiten gezielt ein und bieten nun ein Flächenvolumen von bis zu 4.000 qm auf einer Etage im Premium-Segment der Königsallee.

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