Fassadensanierung Denkmalschutz

Schwimmoper Wuppertal

Die Wuppertaler Schwimmoper wurde nach Plänen von Friedrich Hetzelt in den Jahren 1953 bis 1956 errichtet und gilt als Perle der Wuppertaler Architekturgeschichte. Eine umfangreiche Sanierung in 2007 sollte das denkmalgeschützte Stadtbad wieder zum modernen Wellness- und Sport-Zentrum Nordrhein-Westfalens machen.

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Fassaden-
ansicht

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Fensterfront

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Untersicht
Tribüne

Sanierung Schwimmoper Wuppertal

Herausforderung

Ziel war es, ein hochmodernes Sportbad mit internationalen Standards zur Austragung von Schwimmwettkämpfen zu erstellen. Dem gegenüber stand die Forderung der Denkmalpflege, die geschützte Baustruktur und die typischen architektonischen Elemente weitestgehend zu erhalten. Darunter auch die denkmalgeschützte Außenfassade, die mit einem mineralischen Wärmedämmverbundsystem an den neuesten energetischen Standard anzupassen war.

Lösung

Eine Vielzahl an baulichen Veränderungen war nötig, um eine alte Schwimmhalle in ein modernes Wellness- und Sportzentrum umzuwandeln. Die Hetzel + Sponheuer GmbH & Co. KG wurde speziell mit der Entwicklung und Konzipierung eines Fassadensystems beauftragt, das den speziellen Anforderungen an Statik und Bauphysik gerecht wurde.

Unter Einbezug von Fachingenieuren wurde ein Wärmedämmverbundsystem auf einer Trägerplatte realisiert, welches auf einer Stahlkonstruktion aus Spezialprofilen befestigt wurde. Dabei wurde jedes Verbindungselement einzeln berechnet und nachgewiesen.

Eine besondere Herausforderung war hierbei die Dämmung von Gebäudeschrägen bzw. Untersichten, für die eine spezielle Unterkonstruktion entwickelt werden musste. Bevor an die eigentliche energetische Ertüchtigung herangegangen werden konnte, musste die gesamte Konstruktion statisch geprüft werden, um mögliche Probleme im Vorfeld zu vermeiden. Die Dämmarbeiten wurden an allen Flächen und Bauteilen dabei so ausgeführt, dass der Gesamteindruck des Gebäudes nicht auffällig verändert wurde.

Die Oberflächengestaltung musste sehr sorgfältig erfolgen, um möglichst ansatzfreie Oberflächen zu erzielen. Denn gerade bei den großen, nicht durch Öffnungen unterbrochenen Flächen, die ständig "Streiflicht" ausgesetzt sind, waren handwerkliche Raffinessen gefragt. Insgesamt konnte durch die Fassadenarbeiten, der Applikation einer Thermohautfassade, der einmalige architektonische Gesamteindruck der Schwimmoper Wuppertal erhalten bleiben.

Nach insgesamt fast fünfjähriger Planungs- und Bauzeit konnte die Schwimmoper Wuppertal im März 2010 wieder eröffnet werden und ist seitdem mehrfach ausgezeichnet worden.

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